St. Wolfgang

Die Pfarrkirche St. Wolfgang ist die Haidhauser Kirche mit den meisten Vorgängerbauten.
Der erste war eine herzogliche Jagdkapelle an der heutigen Wolfgangstraße neben den "Kleinen Wirt" (jetzt "Wasserwerk"). Diese war Mitte des 19. Jahrhunderts so durchfeuchtet, dass sie 1878 abgebrochen werden musste. Die neue Seelsorgstelle, welche aufgrund des gewaltigen Zuzugs ins "Franzosenviertel" erforderlich wurde, erhielt das Patrozinium der Kapelle.
An der Orleansstraße 9 wurde eine Notkirche errichtet, die für 20 Jahre der neuen Gemeinde eine Heimat geben sollte, weil sich Planung und Bau einer geräumigen, künstlerisch hochstehenden Kirche aus verschiedenen Gründen hinzogen. Erst am Wolfgangstag des Jahres 1920 weihte Kardinal Faulhaber die neue Kirche ein.
In den Bombennächten Oktober 1943 und April 1944 wurde die Kirche bis auf den Turm zerstört; auch die große Marienstatue blieb wie durch ein Wunder unversehrt. Nun war wieder eine Notkirche nötig: sie fand sich in der Halle einer Traktorenfabrik gleich links vom Pfarrhaus.
Diese wurde mit einfachen Mitteln zu einem würdigen Gotteshaus ungestaltet, das nun wieder etwa 20 Jahre herhalten musste. Erst am 15. Mai 1966 wurde die jetzige Wolfgangskirche, errichtet nach Plänen von Michael Steinbrecher, von Kardinal Döpfner geweiht. Die Kirchenbänke in den seitlichen Blöcken waren noch für die zweite Notkirche gefertigt worden - solide Handwerksarbeit in Notzeiten! (Autor: Herr Schlehhuber)